Das

Drohnen-Tier...

< ignavom fucos pecus animalis >

 

....erste Erfahrungen mit der DJI Mavic Pro...



Wie alles begann

Normalerweise bin ich kein Mensch, der Entscheidungen lange vor sich herschiebt. Im Fall der Drohnentiers war das diesmal anders. 

 

Bereits vor 4 Jahren wollte ich so ein Ding haben und hab mir dann blödsinnigerweise so ein Billig-Teil gekauft. Das ist zwar geflogen - allerdings wohin es wollte... Das Einzig wirklich Gute war, daß es so gut wie unkaputtbar war - es ist aus 20 Metern abgestürzt und weitergeflogen...

Danach habe ich ein paar Scheine mehr ausgegeben und mir eine Parrot-Drohne gekauft - der Erfolg war mässig....

 

Enttäuscht habe ich das Teil verschenkt (....mehr war es nicht wert...) und den Drohnen-Plan erst mal auf Eis gelegt.

 

Vor einigen Monaten kam es mir wieder in den Sinn. Nach einigen YouTube-Videos stand fest: DJI muß es sein - nicht gerade billig - aber es schien das zu sein, was ich brauche.

 

Die Entscheidung zwischen Mavic Air, Mavic Pro und Phantom 4 hat MONATE und etwa 100 Videos gedauert...  dann habe ich mich für die Mavic-Pro entschieden, weil ich nicht immer ein Riesen-Paket mit mir herumschleppen möchte und auch nicht vor jedem Flug Propeller montieren möchte. Dazu kam, daß es das "Fly-More-Combo-Paket" mit 2 Zusatz-Akkus zu einem vernünftigen Preis gab.

 

DANN WAR SIE DA !!!

 

Zuerst Enttäuschung: Erst hatte ich wirklich viel Arbeit - Geschäft geht vor... Dann war schlechtes Wetter. 

Schließlich schaffte ich es doch auf einen Acker, um den ersten Flug zu wagen...

 

Dann die richtige Enttäuschung: Die Drohne hob ab, flog 10 Meter, danach kam die Meldung: "Radio-Signal lost" und das Teil kam brav wieder zum Startpunkt zurück.

Nach etwa 30 Versuchen packte ich das Ding entnervt ein und fuhr mit etwa 200 Puls heim. Dort machte ich das empfohlene Software-Update und schaute weitere 20 YouTube-Videos....

In einem Video habe ich dann erfahren, daß es bei Android-Handys Probleme mit dem original USB-Kabel gab, also hab ich den nächsten Test mit einem anderen Kabel gemacht und siehe da: ES FUNKTIONIERT  !!!

 

Zwischenzeitlich habe ich festgestellt, daß  es tatsächlich an dem Micro-USB-Anschlusskabel liegt und habe das Original-Kabel entsorgt....

 

Auf jeden Fall möchte ich mich ganz herzlich bei all den Leuten bedanken, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen über Videos oder Blogs teilen - sicherlich hätte ich das Drohnentier auch ohne diese Anleitungen in die Luft bekommen - aber so ging es deutlich schneller und entspannter...

 

Ach ja: Trotz der ganzen Euphorie achte ich natürlich immer darauf, daß ich mit dem Drohnentier keinerlei Risiko eingehe und daher nur an Stellen fliege, an denen nichts passieren kann...

 

Sollte jemand durch meine Fotos seine Rechte verletzt sehen, bitte ich um eine Nachricht - die betreffenden Fotos werden dann sofort entfernt.


Der erste Crash

Wenn man ein Gerät häufig nutzt, wird man leichtsinnig...

Im meinem Fall war es so, dass ich einem Bekannten die Höchstgeschwindigkeit demonstrieren wollte. Dazu bin ich im Tiefflug mit Sportmodus über einen Sportplatz geflogen - 64 km/h schnell. Dann wollte ich die Drohne hochziehen - keine Ahnung, was falsch gelaufen ist, aber die Drohne ging nicht rauf, sondern runter... Laut Flugaufzeichnung schlug sie mit 58 km/h ein und überschlug sich geschätzte 15 Mal.

Die Frau meines Bekannten sagte noch: "Da ist was von dem Ding abgefallen..." - ich traute mich kaum auf den Platz...  Nach der ersten Besichtigung stellte ich fest, dass eines der vorderen Beine und 2 Propeller zu Bruch gegangen waren - ansonsten sah das Ding noch ganz passabel aus. 

Kurz gesagt - das Bein habe ich zunächst geklebt und die Propeller ersetzt - Probeflug - alles scheinbar o.K.  Ein "neues Bein" hat bei Amazun 6 Euro gekostet, also hielt sich der Schaden in Grenzen - dachte ich...

In diesem Zusatnd habe ich mit der Drohne einige Flüge gemacht, bist die erste Fehlermeldung "Vibrationen am Gimbal", also der Kamera-Aufhängung, auftrat. Die Meldung verschwand nach einem Neustart und das Teil flog wieder. Allerdings häuften sich die Fehlermeldungen, so dass ich irgendwann den technischen Kundendienst von DJI kontaktierte. Dort bekam ich zur Antwort, dass es sich wahrscheinlich um ein Hardware-Problem handelt und dass ich die Drohne einschicken solle.... 

Schweren Herzens habe ich die Mavic eingepackt und nach Holland geschickt. Der Kundendienst funktionierte einwandfrei - schon 2 Tage später kam die Diagnose: Es handelte sich um einen Folgeschaden des Crashes, eine Achse der Kamera-Aufhängung war verbogen, dazu hatte der vordere Arm der Drohne einen Schlag abbekommen und war auch leicht verbogen.

Die Reparaturkosten von 171.- Euro habe ich noch am gleichen Tag per Paypal bezahlt und hatte 2 Tage später das Paket aus Holland in den Händen.

DANN DIE ÜBERRASCHUNG: Sämtliche "Kampfspuren", die sich mein Drohnentier im Laufe seines Lebens zugezogen hatte waren WEG ! Nach genauerer Untersuchung stelklte ich fest, dass ich entweder eine komplett neue oder eine gereralüberholte Drohne zurückbekommen habe. Nach der erforderlichen Neuanmeldung bei DJI wagte ich den ersten Testflug - alles o.K. - das nenn ich mal Service.... 


Die Ernüchterung:

Nach mittlerweile fast 2 Jahren macht die Mavic pro noch genausoviel Spaß wie am ersten Tag. Allerdings häufen sich die Konfrontationen mit besorgten Bürgern - die ich sogar verstehen kann.

Immer mehr Leute sind ohne Sinn und Verstand mit Drohnen unterwegs und kümmern sich überhaupt nicht um irgendwelche Regeln oder Vorschriften.

So flog beispielsweise eine Drohne im Dunkeln über ein Fest in unserer Stadt. Natürlich wurde ich von Bekannten angesprochen, ob ich derjenige war, welcher...

Ebenso werde ich immer wieder gefragt, ob ich das war, der über irgendwelchen Gärten herumgeflogen ist....

War ich natürlich nicht, denn ich halte mich an die Vorschriften - kein Flug über Privatgelände ohne vorher zu fragen...

Dann fliegen einige Experten immer wieder in der Nähe von Flugplätzen - warum auch immer...

Andere kaufen ihren Kindern eine Drohne zum Spielen - ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass eine Kamera-Drohne kein Spielzeug ist.

 

Dem entsprechend reagieren unsere Mitbürger: Die weitverbreitete Meinung ist wohl die, dass jeder Drohnen-Pilot ein potentioneller Spanner ist, der nichts anderes im Sinn hat, andere Leute zu beobachten...

 

Aus diesen Gründen macht mir die Fliegerei eigentlich kaum noch Spaß, aber ans Aufhören denke ich trotzdem nicht - aber es nervt einfach....

Was Sieht so ein Drohnentier überhaupt ?

Nicht wenige Leute fühlen sich unwohl, wenn irgendwo eine Drohne auftaucht. Aber keine Sorge, zu Spionagezwecken eignen sich nur die professionellen Drohnen, die in der Regel mehrere tausend Euro kosten. "Normale" Drohnen wie die Mavic sieht und hört man, wenn sie sich nähern.

Hier zeige ich euch, was die Mavic aus 3, 5, 10, 20, 50 und 100 Metern Höhe sieht:

Die Fotos lassen sich durch anklicken vergrößern.

 

 

3 Meter

5 Meter

10 Meter

20 Meter

50 Meter

100 Meter


So sieht es übrigens aus, wenn die Drohne in ein Fenster sieht....




Das Mini-Drohnentier

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Ein kluger Mann hat einmal gesagt:

Die beste Drohne ist die, die man dabei hat,

wenn man sie braucht....

 

                                                      ....er hatte Recht !

Das war für mich der wesentliche Grund, mir als Zweitgerät die DJI Mavic Mini anzuschaffen.

Dieses Mal musste ich nicht so lange überlegen - mir war von vorneherein klar, es würde entweder die Mavic 2 oder die Mavic Mini werden. Also Hasselblad-Kamera oder ultra-kompakt...

Eine Entscheidungshilfe war die neue EU-Drohnenverordnung, die in absehbarer Zeit in nationales Recht umgewandelt wird. Nach diesen Regularien ist die Mavic 2 ganze 9 Gramm zu schwer und fällt somit in die Klasse, in der ein "kleiner Drohnenführerschein" verlangt wird.

Es ist zwar noch nicht soweit, aber die Mavic 2 läuft mir nicht weg....

 

Jetzt hab ich "die Klää" gerade ausgepackt und im Büro ausprobiert - schau mer mal, was daraus wird...


....wirklich groß ist das Teil ja wirklich nicht

          ...  aber sowas von leicht...